So

11

Okt

2009

Gottesfeinde vs. den Frommen

Es gibt ja Menschen die über Christen spotten, über ihren Glauben. Doch wie sieht es am Ende zwischen dem Frommen und den Gottesfeinden aus?

 

Mit ihren Worten und Taten rufen sie den Tod herbei. In ihrer Verblendung sagen solche Leute zueinander: "Unser Leben ist kurz und sorgenvoll. Gegen das Sterben gibt es kein Heilmittel, und wir kennen niemanden der uns vom Tod retten könnte. Durch blinden Zufall sind wir entstanden, und wenn wir tot sind ist es als wären wir nie gewesen. [...]. Darum lasst uns das Leben und seine Güter geniessen, so unbekümmert wie es die Jugend tut! Wir wollen alles auskosten was uns die Welt bietet. Wir ziehen jeden in unser "fröhliches" Treiben hinein und lassen überall Spuren unserer Ausgelassenheit zurück. Das ist unser gutes Recht, so hat "das Schicksal" es uns bestimmt!

 

Auf, wir wollen die Armen ausbeuten, die nach Gottes Willen leben! Wir haben kein Mitleid mit der Witwe und keinen Respekt vor dem grauen Haar des Greises. Wer die Macht hat, bestimmt was recht ist. So halten wir es! Was schwach ist hat keinen Wert. Auf, wir fallen über diesen Frommen her! Er hindert uns und stellt sich unserem Treiben in den Weg. Er rechnet uns vor, wie oft wir Gottes Gebote übertreten; er brüstet sich damit Gott zu kennen und nennt sich seinen Diener! Er ist ein wandelnder Vorwurf für unsere ganze Denkweise; sein Anblick ist nicht zu ertragen! Er lebt völlig anders als alle übrigen Menschen. Uns behandelt er wie Falschgeld; er hält sich von uns fern, als wären wir Dreck. Er preist in den höchsten Tönen, was für ein herrliches Los am Ende auf die Frommen wartet. Er prahlt damit dass Gott sein Vater sei. Wir wollen einmal die Probe machen, ob er recht hat! Wir werden ja sehen wie es ihm am Ende ergeht. Wenn er wirklich Gottes Sohn ist, soll der ihm helfen und ihn vor seinen Feinden schützen. Wir wollen ihn quälen, ihn unsere Macht spüren lassen; dann werden wir sehen, wie weit seine Geduld und Sanftmut reichen! Wir verurteilen ihn zu einem unehrenhaften Tod - er wird ja gerettet werden, behauptet er!"

 

So reden sie, aber sie täuschen sich! Ihre Verdorbenheit macht sie blind. Sie wissen nichts von Gottes geheimen Absichten; sie rechnen nicht damit, dass er die Frommen belohnt und eine Auszeichnung bereithält für alle die ihm gehorchen.

 

Doch wenn Gott sie zur Abrechnung über ihre Sünden rufen lässt, werden sie zitternd herbeikommen, und ihre Untaten werden ihnen entgegentreten und sie schuldig sprechen. Dann wird der Fromme furchtlos und voll Zuversicht vor denen stehen die ihn einst bedrängten und die verachtungsvoll auf sein redliches Mühen herabsahen. Bei seinem Anblick sind sie ratlos, schreckliche Furcht ergreift sie, mit Entsetzen erkennen sie, dass er gegen alle ihre Erwartungen gerettet worden ist. In der Angst ihres Herzens stöhnen sie auf, und voll Reue sagen sie zueinander: "Das ist doch der, den wir einst ausgelacht haben, über den wir Spottlieder gesungen haben! Wie haben wir uns getäuscht! Wir hielten ihn für verrückt, weil er ein solches Leben führte, und sein Tod erschien uns als Schande. Und jetzt ist er unter die Söhne Gottes aufgenommen und hat teil an der Herrlichkeit der Engel!"

 

Also waren wir auf dem falschen Weg! Wir taten Unrecht, wir tappten im Dunkel, die Sonne ging uns nicht auf. Unermüdlich folgten wir den Wegen die ins Verderben führen, wir irrten durch weglose Wüsten; aber von den Weg, den der Herr gewiesen hatte, wollten wir nichts wissen. Was nützte uns unsere Überheblichkeit? Was half uns unser Reichtum auf den wir uns grosssprecherisch verliessen? Das alles ist verschwunden wie ein vorüberhuschender Schatten, wie ein Gerücht das durchs Land eilt.

 

Wenn ein Schiff übers Meer segelt, bleibt danach keine Spur, an der man seinen Weg durch die Wogen erkennen könnte. Wenn ein Vogel vorüberfliegt, hinterlässt er keine sichtbare Bahn; mit seinen Flügeln peitscht er die Luft, mit rauschendem Schlag zerteilt er sie; aber er lässt in ihr kein Zeichen zurück. Wenn ein Pfeil abgeschossen wird, fliesst die durchschnittene Luft sofort wieder zusammen, und nichts ist zu sehen. So ergeht es auch uns: "Wir werden geboren und vergehen; keine Spur von guten Taten lassen wir zurück. Von unserer eigenen Schlechtigkeit werden wir aufgezehrt."

 

Ja, die Hoffnung der Menschen die nicht nach Gott fragen ist wie Schnee, den der Wind vor sich hertreibt, wie Gischt die der Sturm zersträubt, wie Rauch den der Wind verweht; sie schwindet so rasch wie die Erinnerung an einen Gast, der nur eine Nacht blieb.

 

Aus dem Buch der Weisheit (Die Weisheit Salomos), teils verändert.

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