Do
30
Jun
2011
Der Christ und die Politik
Das Christen sich politisch engagieren sollen, wird allgemein angenommen. Doch sollen Christen sich wirklich in die Politik einmischen? Die Bibel gibt Antwort:
Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wenn mein Reich von dieser Welt wäre, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht überliefert würde, jetzt aber ist mein Reich nicht von hier. (Johannes 18,36)
Petrus griff allerdings zum Schwert und meinte Jesus verteidigen zu müssen. Und siehe, einer von denen, die mit Jesus waren, streckte die Hand aus, zog sein Schwert und schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab. Da spricht Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert wieder an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen. Oder meinst du, dass ich nicht meinen Vater bitten könne und er mir jetzt mehr als zwölf Legionen Engel stellen werde? Wie sollten denn die Schriften erfüllt werden, dass es so geschehen muss? (Matthäus 26,52-56). Übrigens liess der Herr den Knecht des Hohepriesters nicht verwundet, sondern heilte ihn (s. Lukas 22,51).
Kurz noch ein Wort zur Demokratie: Demokratie, so hoch sie auch gelobt wird, ist auch nicht die Lösung der menschlichen Probleme. Das Problem ist nicht so sehr die Art der Regierung als vielmehr die Tatsache, dass der rechtmässige König abgelehnt worden ist.
Du sollst der Menge nicht folgen zum Bösen. Und du sollst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich nach der Mehrheit richtest und so das Recht beugst. (2. Mose 23,2)
Besonders auffällig sind auch die (sozial-)politischen Botschaften der "Kirchen". In manchen Ländern versucht man sogar (oder: versuchen Kirchen) Wähler zu mobilisieren! Ein Christ kann die Wahlen getrost weglassen - denn er hat schon gewählt. Er steht auf der Seite des Christus, den die Welt verworfen hat.
Legt nun ab alle Bosheit und allen Trug und Heuchelei und Neid und alles üble Nachreden, und seid wie neugeborene Kinder, begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch - damit ihr durch sie wachset zur Rettung -, wenn ihr wirklich geschmeckt habt, dass der Herr gütig ist! Zu ihm kommend als zu einem lebendigen Stein, von Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt, kostbar, lasst euch auch selbst als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum, um geistliche Schlachtopfer darzubringen, Gott hochwillkommen durch Jesus Christus! Denn es ist in der Schrift enthalten: "Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden." Euch nun, die ihr glaubt, bedeutet er die Kostbarkeit; für die Ungläubigen aber gilt: "Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden", und: "ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses". Da sie nicht gehorsam sind, stoßen sie sich an dem Wort, wozu sie auch bestimmt worden sind. Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht berufen hat; die ihr einst "nicht ein Volk" wart, jetzt aber ein Volk Gottes seid; die ihr "nicht Barmherzigkeit empfangen hattet", jetzt aber Barmherzigkeit empfangen habt. (1. Petrus 2)
Verhalten von Christen in der Welt
Doch zugleich wird die Frage auftauchen: Wie können Christen denn überhaupt einen Einfluss in dieser Welt ausüben? Christen sollen diese Welt beeinflussen und tun das auch. Doch nicht in der
Form, dass sie „kämpfen“ und die Welt zu verbessern suchen. Der Gläubige ist vielmehr aufgerufen
- ein Licht zu sein (Mt 5,14 und Phil 2,15) - ein Zeugnis zu geben
- Salz der Erde zu sein (Mt 5,13) - Verderben zu verhindern
- zu beten (1. Tim 2,1-2)
- zu predigen, wenn man dazu gesandt ist (Rö 10,14-15)
- ein Vorbild zu sein (1. Pet 3,1-2)
Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt. (Epheser 6,12)
Verhalten gegenüber der Obrigkeit
Geliebte, ich ermahne euch als Beisassen und Fremdlinge, dass ihr euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten, enthaltet, und führt euren Wandel unter den Nationen gut, damit sie, worin sie gegen euch als Übeltäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tage der Heimsuchung! Ordnet euch aller menschlichen Einrichtung unter um des Herrn willen; sei es dem König als Oberherrn oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt werden zur Bestrafung der Übeltäter, aber zum Lob derer, die Gutes tun! Denn so ist es der Wille Gottes, dass ihr durch Gutestun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringt - als Freie und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel der Bosheit haben, sondern als Sklaven Gottes. Erweist allen Ehre; liebt die Bruderschaft; fürchtet Gott; ehrt den König! (2. Petrus 2,11-17)
Fordert allerdings ein Staat etwas sündiges [zB. ein allgemeines Bibelverbot], könnten Christen dieses Verbot ignorieren. "Aber Petrus und die anderen Apostel antworteten: »Gott muss man mehr gehorchen als den Menschen. [...]«" (Apostelgeschichte 5,29)
"Das Erste und Wichtigste, wozu ich die Gemeinde aufrufe, ist das Gebet, und zwar für alle Menschen. Bringt Bitten und Fürbitten und Dank für sie alle vor Gott! Betet für die Regierenden und für alle, die Gewalt haben, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, in Ehrfurcht vor Gott und in Rechtschaffenheit. So ist es gut und gefällt Gott, unserem Retter." (1. Timotheus 2,1-3)
Unglaube, Angst und Verantwortung?
Stehen wir Christen nicht manchmal auch in Gefahr eigene Wege einzuschlagen und möchten die Sache lieber "selbst in die Hand" nehmen, vielleicht weil wir meinen es auf diese Weise sicherer und besser zu können? Das gilt auch für Wahlen. Der allmächtige Gott, der zudem unser Vater ist (voraussgesetzt das du ein/e wiedergeborene/r Christ/in bist), will immer nur unser Bestes! Deshalb sollen und dürfen wir vertrauensvoll auf IHN blicken.
Unsere ungläubigen Zeitgenossen kennen diesen Glauben und eine solche Beziehung nicht... Doch die beste Wahl für's Leben ist und bleibt Jesus Christus.
Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag [das genügt, oder?], über die Maßen mehr [oh!], als wir erbitten [was will man mehr?] oder erdenken [kann man es noch mehr steigern?], nach der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Herrlichkeit in der Versammlung in Christus Jesus auf alle Geschlechter des Zeitalters der Zeitalter hin! Amen (Epheser 3,20-21)
Quelle(n) / Weiterführende Links
http://www.bibelindex.de/?search&restrict=site:5&q=Politik (bzw. bibelpraxis.de)
bibelaktuell.ch

