Do

08

Sep

2011

Religion, Toleranz und die Wahrheit

Religionen verstehen sich als Wege, wie der Mensch an sich arbeiten und sich bessern kann. Opfer, Gebete, religiöse Übungen sollen den Menschen in den verschiedenen Religion einen vermeintlichen Weg zu Gott zeigen - und zur eigenen Vollkommenheit. Der christliche Glaube ist dem diametral entgegengesetzt. Ja natürlich, Jesus ruft uns zu einem guten Lebenswandel auf und will uns auch dabei helfen, aber das ist nicht seine erste Botschaft. Er liebt einen Menschen nicht erst dann, wenn er sich gebessert hat und etwas vorweisen kann (sonst würde keiner jemals angenommen werden). Es ist und bleibt wahr: Nur der allmächtige Gott kann das Herz eines Menschen verändern, ja sein ganzes Leben! Jeder Versuch sich selbst von der Sünde zu befreien wird hoffnungslos scheitern.

 

Gott betrachtet den Menschen als Sünder. Wenn Paulus schreibt: "Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte", dann bedeutet das, dass jeder Mensch Gottes Massstäbe verfehlt hat.

 

wie geschrieben steht: "Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer." "Ihr Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen handelten sie trügerisch." "Viperngift ist unter ihren Lippen." "Ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit." "Ihre Füße sind schnell, Blut zu vergießen; Verwüstung und Elend ist auf ihren Wegen, und den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt." "Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen." Wir wissen aber, dass alles, was das Gesetz sagt, es denen sagt, die unter dem Gesetz sind, damit jeder Mund verstopft werde und die ganze Welt dem Gericht Gottes verfallen sei. Darum: Aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden; denn durchs Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. (Römer 3,10-20)

 

In der Bibel werden die Menschen so beschrieben, wie sie sind. Es kann befreiend sein, zu wissen, dass man sich selbst und Gott nicht einreden muss, dass der Mensch grundsätzlich gut sei. Gott zwingt Menschen, die ihn nicht akzeptieren wollen, nicht, das zu tun, was er will. Paulus schreibt: Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, sodass sie tun, was nicht recht ist, voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Zuträger, Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, unvernünftig, treulos, lieblos, unbarmherzig. Sie wissen, dass, die solches tun, nach Gottes Recht den Tod verdienen; aber sie tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun. (Römer 1,28-32)

 

"Oder kann ich nicht glauben, was ich will, Hauptsache, es hilft mir?" Natürlich kann man glauben, was man will. Aber es wird dann auch sehr Unterschiedliches dabei herauskommen.

 

Unsere Zeit ist tolerant. Man kann und darf an ganz verschiedenes glauben: an ein Leben vor oder nach dem jetzigen, an die Schwingungen im Rosenquarz, die Form eines bestimmten Baumes oder die eigenen Kräfte. Nach richtig und falsch wird schon lange nicht mehr eingeteilt. Zum wichtigsten Massstab ist eine andere Frage geworden: Nützt es (mir) oder nützt es nicht? Unter diesem Vorzeichen wird sogar der Glaube an Jesus Christus toleriert. "Ja, wenn es dir etwas bringt, dann wird das wohl für dich so stimmen." Der Nachsatz jedoch wäre oft: "Aber lass mich damit in Ruhe."

 

Wenn man heute das Wort Toleranz von Lehrern, Nachrichtensprechern, Politikern, Aktivisten und Prominenten hört, dann wird es anders verstanden. Wahrheit ist für die Gemeinschaft relativ geworden. Da es viele menschliche Gemeinschaften gibt, gibt es vermeintlich "logischerweise" verschiedene Wahrheiten. Weil es mehrere Beschreibungen der Wirklichkeit gibt, kann nicht eine Meinung in einem letzten Sinne wahr sein, so die weitverbreitete Auffassung.

 

Die neue Toleranz wird als die Ansicht definiert, dass alle Werte, Überzeugungen, Lebensstile und Wahrheitsansprüche gleich seien. Sogar die amerikanischen Gerichte haben dieser Definition der neuen Toleranz beigepflichtet, indem sie erklärten, dass nicht nur "Anhänger aller Glaubensbekenntnisse gleiche Rechte als Bürger verdienen", sondern dass "jeder Glaube als Religionen gleich wahr" sei.

 

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen. (Apostelgeschichte 4,12)

 

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. (Johannes 14,16)

 

Manche würden ihn heute für diese Behauptung intolerant nennen. Doch selbst Toleranz hat ihre Grenzen. Menschen sind von ihrem persönlichen Standpunkt überzeugt, doch Toleranz kann nicht bedeuten, dass alle Sichtweisen gleichermassen wahr sind. Wenn 2 + 2 = 4 ist, dann kann die Summe nicht gleichzeitig 8 sein. Es ist nicht intolerant zu sagen, dass nur eine Antwort die richtige ist.

 

Jesus Christus als den einzigen Heilsweg für alle Menschen zu bezeugen, ist folglich alles andere als intolerant. Es Liebe zum Mitmenschen. Selbst hartgesottene Atheisten oder Gnostiker würden wohl einen Ertrinkenden nicht elendig ertrinken lassen, sondern viel mehr Hilfe rufen oder selbst zur Hilfe eilen. Wie sollen Christen dann die Rettungsbotschaft Gottes verschweigen?

 

Wenn ich zu dem Gottlosen spreche: "Du musst sterben!" und du hast ihn nicht gewarnt und hast nicht geredet, um den Gottlosen vor seinem gottlosen Weg zu warnen, um ihn am Leben zu erhalten, dann wird er, der Gottlose, um seiner Schuld willen sterben, aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern. (Hesekiel 3,18)

 

Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei. (Johannes 8,36)

 

Ja, frei von Religion und religiösen Zwängen für ein schönes, fröhliches Leben mit Gott. Natürlich auch frei von falscher Toleranz und Gleichgültigkeit. Einfach frei von der Sünde an die wir früher versklavt waren! Gott sei Dank!

 

Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. (Römer 8,38-39)

Quellen*:

www.jesus.ch

Internet

 

*Hinweise zu Links im Impressum. Möglicherweise manche Textabschnitte teilweise abgeändert oder angepasst.


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