Leiden - Warum? (2)
Folgender Artikel bzw. Kalenderblatt - aus dem "Die gute Saat" Kalender - gibt (oder versucht) auch eine kurze und trefende Antwort zu geben:
"Warum schweigt Gott zu all dem Elend in der Welt, zu all den Kriegen und Grausamkeiten? Warum sieht Er zu, wenn Millionen Menschen verhungern? Das soll ein Gott der Liebe sein? Wo sieht man denn etwas davon?" So hört man immer wieder Menschen fragen. Aber es sind selten solche, die überhaupt an die Existenz Gottes glauben. Denn wer glaubt, dass es einen Schöpfer-Gott gibt, mit dem man wirklich rechnen muss, der empfindet auch, dass man Ihm so nicht kommen kann. Dazu ist Gott einfach zu groß - oder Er wäre nicht Gott. Niemand von uns sollte solche Fragen in sich aufkommen lassen, um sich dahinter zu verstecken.
Wenn Gott heute eingreifen und das Unrecht einer Menschheit, die sich von Ihm losgesagt hat, beseitigen würde, dann könnte das nur ein unerbittliches Gericht bedeuten. So war es schon einmal, in den Tagen Noahs, als die Menschheit dem Gericht Gottes durch die große Flut verfiel, weil Gott "sah, dass die Bosheit des Menschen groß war auf der Erde" (1. Mose 6,5). Und die Menschheit heute ist nicht besser. Ihr Kernproblem ist die Sünde, die ihr ganzes Handeln bestimmt.
Aber Gott ist Liebe. Und diese Liebe hat Er offenbart, als Er seinen Sohn Jesus Christus in die Welt sandte. Am Kreuz von Golgatha hat Gott Ihn gerichtet für fremde Schuld, damit jeder, der an Ihn glaubt, ewiges Leben empfangen sollte. Nein, Gott ist nicht stumm. Er redet durch Christus, durch das Evangelium. Alle sollen Gelegenheit haben, auf die Sprache des Kreuzes zu hören. Nur darum greift Er noch nicht ein.
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