Der Herr Jesus Christus
Der Herr Jesus ist von Ewigkeit her der Sohn Gottes. Er ist selbst ewiger Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, der Mittelpunkt alles Seins, das Alpha und das Omega, der Erste und der
Letzte. Gott wurde im Sohn geoffenbart, der Fleisch und Blut annahm als Er auf diese Erde kam. Wir lesen, dass Er, "da er in Gestalt Gottes war, es nicht für einen Raub achtete, Gott gleich
zu sein, sondern sich selbst zu nichts machte und Knechtsgestalt annahm, indem er in Gleichheit der Menschen geworden ist, und, in seiner Gestalt wie ein Mensch befunden, sich selbst erniedrigte,
indem er gehorsam wurde bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz" (Philipper 2,6-8).
Er ist Gott und Mensch zugleich. Das ist das Geheimnis seiner Person. Anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Gott ist offenbart worden im Fleisch ... (1. Timotheus
3,16).
Der Herr Jesus kam auf diese Erde, um stellvertretend das Urteil Gottes über den in Sünde gefallenen Menschen auf sich zu nehmen und ihn von dem ewigen Gericht zu befreien. Kein Mensch hätte der
Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes Genüge tun können. Dies konnte nur der Sündlose, der Mensch Christus Jesus, vollbringen. Aus freiem Willen sagt Er: "Siehe, ich komme, um deinen Willen zu
tun" (Hebräer 10,9). Er war bereit, nach Golgatha zu gehen.
Während seiner Erdenzeit offenbarte Er sich als der Sohn Gottes in Liebe, Gnade und Erbarmen, indem Er die Kranken heilte, Hungrige speiste, Besessene befreite und Tote auferweckte. Er öffnete
Blinden die Augen und gebot den Naturgewalten. In göttlicher Vollmacht tat Er Wunder und Zeichen und erwies sich, wo immer Er hinkam, als der allmächtige Gott.
Als Sohn Gottes hatte Er die Macht, durch ein Wort seine Feinde zu vernichten, aber in seiner grenzenlosen Liebe wollte Er die Menschen von der Macht Satans und der Sünde befreien. Deshalb nahm
Er freiwillig die Strafe zu ihrem Frieden auf sich und ertrug das furchtbare Gericht des heiligen Gottes über unsere Schuld und Sünden. Als Er ausrief: "Es ist vollbracht!", war sein Werk
vollendet. Er hatte seinen Gott und Vater verherrlicht vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt und dem armen, verlorenen Menschen den Weg zurück zu Gott geschaffen.
Wurde Christus getötet, oder hat er sein Leben gelassen?
Es sind zwei verschiedene Aspekte seines Todes. Die Menschen haben alles getan, um Ihn zu töten: Sie haben Ihn gekreuzigt. In diesem Sinn sind sie seine Mörder geworden (Apg 7,52). Das ist die
Seite der menschlichen Verantwortung.
Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, um es wiederzunehmen. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe
Vollmacht, es wiederzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen. (Jesus Christus in Johannes 10,17-18)
Wir lesen auch: Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und Er neigte das Haupt und übergab den Geist (Johannes 19,30). Das zeigt die Seite seiner
göttlichen Macht und seiner Liebe.
Der römischer Hauptmann musste angesichts der Gewalt, mit der Er sein Leben niederlegte, seine Gottheit bekennen: "Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn!" (Markus 15,39).
Auferstanden
Mit seinem Tod ist nicht alles aus. Er ist auferstanden. Nach seiner Auferstehung haben Ihn viele der Seinen gesehen und dies bezeugt (s. 1. Korinther 15,5-8). Er ist zurückgekehrt in den Himmel.
Dort verwendet Er sich für alle, die an Ihn glauben, und durch seinen Geist ist Er den Seinen auf der ganzen Erde gegenwärtig. Bald wird Er wiederkommen für alle, die Ihn als Gott und Mensch
anerkannt und im Glauben als ihren Herrn und Heiland angenommen haben. Er bringt sie dann in die ewige Herrlichkeit des Himmels. Aber Er wird auch auf diese Erde wiederkommen als Richter für
alle, die diese fundamentale Wahrheit bestreiten und leugnen.
Hat Jesus meine Sünden getragen?
Das kommt ganz darauf an. Wenn du an Ihn glaubst, wenn du mit deinen Sünden zu Ihm gekommen bist und Ihn als deinen persönlichen Erretter akzeptiert hast, dann heisst die Antwort "ja". Jesus hat
"unsere" Sünden getragen, d.h. die Sünden der Glaubenden (1. Petrus 2,24). Die Bibel spricht nie davon, dass Er die Sünden "aller", sondern dass Er die Sünden "vieler" getragen hat (Jesaja
53,12).
Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Johannes 3,36)
Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. (Johannes 17,3)
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